PR-Info UK Halle (Saale) aus dem Jahr 2012

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Ein interessantes Fundstück: Die Begründung der Ablehnung der geplanten Umstrukturierungen in der Pflege im UK Halle durch den dortigen Personalrat im September 2012.

Die KollegInnen in Halle hatten recherchiert und schrieb in ihrem Resümee:

»Dabei ist das UKH nicht das erste Haus, dass einen solchen Schritt geht. Andere Krankenhäuser – das Universitätsklinikum Essen, das Basedow-Krankenhaus in Merseburg - haben bereits Erfahrungen gemacht und tragen heute schwer an den Folgen. Vielleicht sind nur die Begrifflichkeiten andere. So unsere Erfahrungen richtig sind, gipfeln die Erkenntnisse in einem Fakt zusammen: Das Problem Pflegenotstand löst sich mit diesen neuen Strukturen nicht wirklich. Sie kosten aber Geld. Geld, das wir doch eigentlich nicht haben, offenbar aber da- für schon?«

Aber lest selbst und bildet Euch ein Urteil. Was davon auf uns zukommen wird, ist ungewiss. Das Belegungsmanagment haben wir ja jedenfalls schon. Das wurde in Halle als erstes eingerichtet.

PR-Info September 2012

 

Im März 2015 zog der PR Bilanz:

»Restrukturierungen

Die Umorganisation der Pflege, weg von einer hierarchischen Struktur zu einer Managementstruktur, hat wie von uns befürchtet zu erheblichen Problemen geführt. Mit viel weniger Leuten, die Verantwortung tragen und übernehmen, wurde eine Vielzahl von Managern ohne konkrete persönliche Verantwortung beratend zur Seite gestellt. Ob sich das dauerhaft positiv auswirkt, bleibt abzuwarten. In der Vergangenheit hat es jedoch in erheblichem Umfang Eingriffe in bestehende Arbeitsverhältnisse gegeben. Prinzipiell kann ein Personalrat im Gegensatz zu einem Betriebsrat keine Strukturentscheidungen verhindern. Nur auf die vernünftige individuelle Umsetzung haben wir Einfluss. In einer zweijährigen gerichtlichen Auseinandersetzung haben wir die damalige Pflegedirektorin gezwungen nach einheitlichen Regularien in Anwendung des § 29 MTV- UK Halle im Einzelfall zu verfahren.«