Ergebnis unserer Umfrage zum Nachtdienst

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Die PDL hatte im Herbst 2011 ein »flexibles Arbeitszeitmodell« geplant. Unter anderem sollten die KollegInnen an freien Tagen morgens von 9 bis 10 Uhr und abends von 17 bis 18 Uhr zu Hause am Telefon erreichbar sein, um zum Einspringen aufgefordert werden zu können. Dieser »Flexi-Dienst« sollte mit einem Sternchen im Dienstplan markiert werden. Dagegen haben sich die Beschäftigten, unterstützt von ver.di, erfolgreich gewehrt. Gehört hat man danach nie mehr etwas von diesem Modell.
 
 
 
  
Retourkutsche dieses Widerstands war dann allerdings, dass der Arbeitgeber plötzlich die »Gesundheitsfürsorge« für die Pflegekräfte entdeckte. Nach Beschwerden von KollegInnen beim staatlichen Amt für Arbeitsschutz hatte es Auflagen gegeben. Die PDL stellte nun fest, dass zu viel Nachtdienst krank mache. Dabei folgte man den »Empfehlungen für die menschenwürdige Gestaltung der Arbeit«, berief sich allerdings nur auf den einen Punkt bezüglich des Nachtdienstes und ließ dabei weitere 17 Empfehlungen außer acht. Wohl wissend, dass viele KollegInnen (freiwillig) gerne die bewährte Regelung »7 Nächte-7 Tage frei« machten. Zukünftig waren nur noch maximal 4 Nächte am Stück erlaubt; es sei denn, es wird jemand krank- dann dürfen nach wie vor mehr als 4 Nächte gemacht werden bzw. dies wird dann verlangt.

 

Ergebnis bis heute: Viele sind unzufrieden. Wer gerne Nachtdienst macht, darf es nicht, und wer nicht gerne nachts arbeitet, muss es nun erheblich öfter als zuvor.
Was die Beschäftigten am UK Aachen davon halten, haben wir in zwei Umfragen hinterfragt. Hier die Ergebnisse: