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Startschuss für den TV-Entlastung

Am 12. Dezember referierte Jan von Hagen, der beim ver.di-Landesbezirk NRW für die Krankenhäuser zuständig ist, über die Vorbereitungen zum Tarifvertrag Entlastung in Nordrhein Westfalen. Motto: Damit die Arbeit im Krankenhaus wieder Freude macht!

Die Zahl der Interessierten, die den Weg in den »Zahn 7« der Uniklinik gefunden hatten, war gering. Aber das hatte den Vorteil, bereits vor dem Vortrag ausgiebig diskutieren und zusammentragen zu können, wodurch die KollegInnen bei ihrer Arbeit belastet sind. Da kam schon so einiges zusammen.

Wie die KollegInnen der Charité ihren Tarifvertrag für Gesundheit und Entlastung erstreikt haben, war eins der Hauptthemen. Und auch, wie seitdem die praktische Umsetzung der Vorgaben zur Personalbesetzung vorgenommen wird. Derzeit sind die Beschäftigten der Krankenhäuser im Saarland dabei, das Gleiche erreichen zu wollen. 21 Krankenhäuser wurden jüngst von ver.di zu Tarifverhandlungen aufgefordert, und genau wie vor Jahren in Berlin schalten die Arbeitgeber erst einmal auf stur. Von diesen ganzen Erfahrungen können wir in NRW profitieren, um auch für uns die Forderungen vorzubereiten. Ein Unterschied wird auf jeden Fall sein, dass alle Berufsgruppen einbezogen werden sollen. Das konnten wir bei unserer Runde ja bereits feststellen: Nicht nur die Pflege ist vom Personalmangel betroffen, sondern alle Bereiche und Abteilungen. Überall knirscht es heftig im Gebälk. Überall im Krankenhaus brauchen die Beschäftigten dringend spürbare Entlastung.

Weiter Informationen gibt es demnächst hier und auch hier.

 

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Fast 36 Millionen Überstunden in den Krankenhäusern

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

heute haben Beschäftigte aus dem Gesundheitswesen bundesweit wieder einmal ein beeindruckendes Signal für bessere Arbeitsbedingungen und Entlastung gesetzt. Bundesweit haben sie ihre Überstunden sichtbar gemacht.

Unsere Befragung der letzten Wochen hat ergeben: 35,7 Millionen Überstunden schieben die Beschäftigten in den Krankenhäusern vor sich her, das sind im Durchschnitt 32,5 Überstunden pro Person. Die Zahlen, die uns von den Interessenvertretungen aus 295 Krankenhäusern und 64 Altenpflegeeinrichtungen geliefert wurden, sind beeindruckend und gleichzeitig erschreckend. Es wird systematisch mit Mehrarbeit und Überstunden geplant, weil nicht ausreichend Personal da ist. 

In Berlin konnten wir die Zahlen im Rahmen einer Protestaktion der parlamentarischen Staatssekretärin im Gesundheitsministerium Ingrid Fischbach (MdB, CDU) übergeben. Wir werden sie und Herrn Bundesgesundheitsminister Gröhe immer wieder an die Zustände erinnern, bis sie endlich besser werden.

Allen, die sich an der Befragung beteiligt haben und/oder heute am Internationalen Tag der Pflegenden vor Ort Aktionen gemacht haben wollen wir auch auf diesem Wege noch einmal herzlich Danke sagen!

Ihr seid Spitze! Gemeinsam sorgen wir dafür, dass die Signale auch bei den Verantwortlichen ankommen! Wir lassen nicht locker, bis es endlich zu einer spürbaren Entlastung in den Krankenhäusern kommt. Und das geht nur mit einer gesetzlichen Personalbemessung und mit Entlastungs-Tarifverträgen.

 

Die aktuelle ver.di-Pressemeldung zur Aktion Überstundenberg findet ihr hier:

Pressemeldung 

Die Bilder von den tollen Aktionen vor Ort könnt ihr euch in der Bildergalerie anschauen, unter:

Galerie 1 und unter Galerie 2