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Betriebszeitung - Zeitung
Mittwoch, 02. Januar 2008 16:24

Düsseldorf • Neuer Tarifkonflikt droht in Düsseldorfer Uniklinik - bald auch bei uns in Aachen?
In den vergangenen Monaten haben sich die Anzeichen für eine Ausgründung von Teilen der Uniklinik in Tochtergesellschaften und die Vergabe von Aufgaben an Fremdfirmen weiter verschärft. Die Beschäftigten haben Vorstand und Aufsichtsrat immer wieder aufgefordert, Lösungen innerhalb des Universitätsklinikums zu finden. Ausgründungen gehen auf Kosten von Personal und Patienten: Löhne sinken, schlecht geschultes und häufig wechselndes Personal von Tochterfirmen ohne Anbindung an die betrieblichen Strukturen kann nicht das gewohnte Qualitätsniveau beibehalten.
Dennoch hat das Universitätsklinikum erste Entscheidungen für Ausgliederungen getroffen. So wurden für die Gründung einer Tochterfirma mit privater Beteiligung inzwischen erste Verträge unterschrieben, für eine geplante Schließung der Wäscherei wurde in einem Bieterverfahren ein Partner gesucht und eine Ausschreibung der Küche läuft. Dabei wird den betroffenen Beschäftigten eine Nebelkerze nach der anderen vor die Füße geworfen. Es wird versprochen, dass sich für die Beschäftigten nichts ändere, wenn sie im Rahmen eines Betriebsüberganges in die neue Tochter ausgegliedert würden. Die Gewerkschaft ver.di hat daher die Arbeitgeber zum Abschluss eines Tarifvertrages aufgefordert. Doch obwohl der Vorstand angeblich nur die besten Absichten für die betroffenen Beschäftigten verfolgt, wird der Abschluss eines Tarifvertrages kategorisch abgelehnt.
http://www.uni-duesseldorf.de/verdiukd/

ddorfohneuns

 
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Anmerkungen von ver.di zur PV
Anmerkungen zur Personalversammlung am 14.7.2010:

 

·  Prof. Sass bestätigt, dass 09.2009 2 Mio in der Kasse fehlten und jetzt 5 bis 10 Mio. Seine Begründung: ausgleichende Zahlungen

wie in 2009 für die Polikliniken (ca. 5 Mio) wären in 2010 nicht zu erwarten. Warum alle anderen UK in NRW schwarze Zahlen

schreiben weiß er nicht.

·  Auch in den patientennahen Bereichen soll gespart werden. Mein Einwand, dass wenn man dort spart, dass dann sich

die Patienten Krankenhäuser in der Umgebung suchen würden,  sieht er auch als Risiko. Trotzdem müsse gespart werden.

· Im Sachkostenbereich wären kaum noch Einsparungen realisierbar, deshalb müsste man bei einem Personalkostenanteil von 60%

eben auch dort sparen.

· Die Einnahmeseite sei nur noch über ausländische Patienten steigerbar. Im ersten Halbjahr 2010 liegt die Einnahmenseite im

Vergleich zum 1. Halbjahr 2009 um ca. 7% höher!!

· Senkung der Personalkosten:
1. 2010 um 5%, dann 2011 um weitere 5% der verbleibenden Beschäftigten (Rasenmäher-Methode), Einsparziele der Institute/Kliniken

müssen bis 21.7.2010 gemeldet werden, sonst entscheidet der Vorstand.

2. Hausinterner Stellenmarkt um innerhalb des Hauses Belastungsspitzen ohne Neueinstellungen abzufangen. Zwei Gruppen von

Beschäftigten. Erste Gruppe zu versetzende aus wirtschaftlichen Gründen und die zweite Gruppe aus personenbedingten Gründen

(Gesundheit, Konflikte, mangelnde Leistungsbereitschaft/-willen.

3. Mit den zu Versetzenden wird nicht darüber gesprochen, erst dann wenn die neue Stelle gefunden ist ! Die Unsicherheit ob

jetzt Rechnungen beglichen werden ist groß..

Fazit:

 

Alle geschockt. Hoffnungen werden jetzt auf die Änderungen zum LPVG gesetzt (die die SPD ja versprochen hat). Insbesondere, dass der

Personalrat wieder bei Versetzungen mitbestimmen kann. Zur Zeit braucht der Arbeitgeber ja noch nicht mal informieren – tut er auch nicht.

 

In der nächsten Zeit soll es eine Informationsveranstaltung zum Thema durch den Vorstand für die Beschäftigten geben.

Interessant

schaut Euch mal um!
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